Endings. Endings are always beginnings!

Es gibt eine traurige Nachricht: ich muß die Brauerei in der Kreuzbergstraße aufgeben, der Vermieter hat mir nach zwei schönen Jahren gekündigt.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: in der ehemaligen Willner-Brauerei, also genau der Brauerei, in der damals die Flasche produziert wurde, aus der ich meine Brett isoliert habe, ist nach 20 Jahren Flohmarkt wieder ein Biergarten eingezogen. Und ich werde dort erst einmal leckere Biere kuratieren, das heißt, bei der Auswahl von Bieren beraten. Und mit ein bisschen Glück kann ich dort meine Produktion auch neu aufbauen.

Emils Biergarten in der Willner-Brauerei ist auf jeden Fall jetzt schon einen Besuch wert!

Emils Biergarten in der Willner-Brauerei

Es ist vollbracht!

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Natürlich hat es wieder länger gedauert als gedacht: jeder noch so kleine Handgriff zieht sich, wenn man ihn über eintausend Mal machen muß. Es mußten ja viele, viele Flaschen etikettiert und verpackt werden. Aber es ist vollbracht: letzten Samstag sind 102 Pakete auf die Reise gegangen, größtenteils mit je 12 Flaschen Berliner Weiße. Damit sind alle Pakete an die inkubato-Investoren verschickt, mit Ausnahme derer, von denen ich keine ausreichende Adresse habe – ihr solltet eine Mail haben.

Packe, packe, Bierchen!

Dank tatkräftiger Hilfe sind die ersten 200 Kisten gepackt und warten auf den Versand. Die Adreßaufkleber sind auch schon eingetroffen, jetzt muß ich also Daten aufbereiten, Labels drucken, aufkleben, und dann gehen die ersten Sendungen auf den Weg!

Der zweite Schwung wird noch einmal anstrengender, viele Flaschen sind noch unetikettiert. Auch brauche ich neues Füllmaterial, man glaubt gar nicht, wie schnell 500L Flocken alle sind.

kisten

Rückschläge und Ämter

Ich weiß, ihr wartet alle ungeduldig auf das inkubato-Prämien-Bier, das kann ich gut verstehen. Leider habe ich einige Rückschläge zu vermelden: ich habe zwei Sude hintereinander an das warme Wetter verloren, mußte mein Sudhaus einmal komplett auseinanderbauen und in allen Ecken reinigen (merke: Mehlstaub plus Luftfeuchtigkeit gleich Schimmel hinter den Möbeln), und auch die Lebensmittelaufsicht hat dazu gedrängt, endlich die ausstehenden Baumaßnahmen auszuführen.

Aber jetzt ist es soweit: ich habe soeben die Kartonagen bestellt, und werde mir, sobald diese geliefert werden, eine Woche freinehmen, um den Versand abzuwickeln. Ihr werdet eure lang versprochene und erwartete Berliner Weiße also bald in den Händen halten!

Endspurt!

Ich habe gerade einmal Lagerbestände und inkubato-Bestellungen nachgezählt: 12 Sude stehen hier abgefüllt, 4 muß ich noch machen, damit es genügend Bier für alle gibt, insgesamt muß ich 2000 Flaschen produzieren und abfüllen. Ich gehe also davon aus, bis Ende Juni damit fertig zu sein.

Endspurt! :)

Die Herstellung obergäriger Biere und die Malzbierbrauerei Groterjan A.G. in Berlin

Heute habe ich einen ganz besonderen Leckerbissen für Geschichtsinteressierte. Mich kontaktierte, über dieses Blog, die Enkelin des Braumeisters A. Dörfel, 1920-1957 Technischer Leiter der Groterjan-Brauerei in Berlin. Und dieser hat 1947 ein Buch über die Brauerei und ihre Biere geschrieben, inklusive dazugehöriger Rezepte. Natürlich kommt auch die Berliner Weiße drin vor.
Dieses Buch ist unveröffentlicht, aber ich habe die Erlaubnis erhalten, es hier zu veröffentlichen. Quasi eine Weltpremiere, und ein unglaublicher Schatz in der Erforschung historischer Biere in Berlin.
Klickt alle hier.

Welttag des Bieres

Heute ist der Welttag des Bieres, eine gute Gelegenheit, mal wieder zu bloggen. Der Tagesspiegel hat zu diesem Anlaß auch einen guten Artikel über Bier in Berlin, leider noch ohne mich, dafür mit jeder Menge empfehlenswerten Kollegen.

Inzwischen ist der im letzten Blogpost noch herbeigesehnte, dann aber lange nicht gelieferte Frühling ja eingetroffen, und damit bestes Wetter, eine Berliner Weiße zu genießen! Derer habe ich auch weiter produziert, mittlerweile sind mir sogar die Kästen ausgegangen, und ich muß anfangen, die zu lagernde Weiße auf dem Boden zu stapeln. Aber auch das geht.

Vor zwei Wochen hat mich auch die Lebensmittelaufsicht besucht. Die gute Nachricht zuerst: es existieren keine hygienischen Beanstandungen. Dann die schlechte: sie bestehen darauf, daß ich im nicht besonders großen Klo auch wirklich eine Trennwand einbaue, inklusive Tür. Das wird eng, ich erwog schon den Einbau eines Neutronensterns für eine ausreichende Krümmung des Raumes. Auch muß ich noch für einige beteiligte Komponenten Zertifikate nachweisen, unter anderem eine Prüfung auf Lebensmittelverträglichkeit der in den Kronkorken benutzten Dichtungen. Und ich komme nicht um eine Laborbestimmung des Alkoholgehalts der Weißen herum, Naja, da muß ich wohl noch mal ein Bauwochenende und eins für Bürokratie einlegen, um alle Anforderungen erfüllen zu können.

Weiterhin sind alle inkubato-Prämien abholbar, hier findet ihr jeweils die nächsten geplanten Öffnungszeiten. Mit dem Versand werde ich hoffentlich bald beginnen können, mir fehlt immer noch eine gute Lösung für den Versand von Einzelflaschen.

Bürokratie, Schnupfen und Frühlingshoffnung

Es ist mal wieder Zeit, euch vom Fortschritt des Projektes zu berichten. Leider war der Februar geprägt von minderspannenden, aber leider notwendigen Tätigkeiten: nämlich der Aufarbeitung der Buchhaltung des letzten Jahres. Und auch die obligatorische Winterenderkältung hat mich erwischt und ein wenig gelähmt.
Trotzdem habe ich neben der obligatorischen Berliner Weißen zwei weitere Biere produziert, auf die ihr euch bald freuen könnt: ein Maifestbier (es sollte ein Maibock werden, aber mein Maischebottich war zu klein für genug Malz) aus Wiener Malz und mit Spalter Doldenhopfen, sowie ein IPA mit Amarillo, Citra und Simcoe als Hopfung.
Leider hat sich der Anflug von Frühling letzte Woche als trügerisch herausgestellt, die Krokusse, die im Brauereihof ihre Blüten in die Sonne steckten, sind schon wieder von Schnee bedeckt. Ich hoffe weiter auf baldigen Frühling und damit verbundenes Ende des Winterschnupfens.
Die Prämien sind übrigens alle abholbar. Es ist zwar noch nicht alles produziert, und der Versand scheitert noch an der Beschaffung passender Verpackungen, aber es ist genügend da, um alle, die abholen können, auch glücklich zu machen. Ich werde mal eine Seite mit Öffnungszeiten einrichten.